Projekt ”Waldzwerge“

Bei unserem Waldprojekt handelt es sich um die Idee, Kindern ganz einfach und ursprünglich die Natur erlebbar zu machen. Wo funktioniert dies besser als direkt im Wald? Die Waldzwerge bestehen nun schon seit 2007 und die allerersten Zwerge wachsen über unsere Köpfe hinweg.

Wer sind die Waldzwerge ?


Wir sind eine Kleingruppe von acht Kindern im Alter von 1-3 Jahren (ab Laufalter),
die mit jeweils zwei naturbegeisterten Tagesmüttern den Wettesinger Wald erkunden.

Unsere reinen Waldbetreuungszeiten sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8.30 Uhr -11.30 Uhr.
Am Montag und Dienstag betreuen Katja Schneider und Sonja Fischer.
An den beiden anderen Waldtagen sind Katja Schneider und Meike Meißner für die Zwerge da.
So entsteht jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Tagen eine feste, konstante Gruppe.
Einige Kinder kommen für zwei Tage- andere für vier Waldtagen.

Ebenso gibt es natürlich die Möglichkeit, die Kinder mehrere Stunden (vor und nach der Waldzeit) zu betreuen.
Hier stehen die Kernzeiten 7.30 Uhr- 15.00 Uhr zur Verfügung ( weitere nach Absprache ).
Wir Tagesmütter betreuen außerhalb des Waldes jeweils zuhause (Katja Schneider in Wettesingen,
Sonja Fischer in Scherfede und Meike Meißner in Hofgeismar).
Für die Kinder, die mittwochs zusätzlich Betreuungsbedarf haben, steht nach Absprache jeweils eine Tagesmutter gerne zur Verfügung.
Als weitere Neuerung ist bei Katja Schneider zuhause eine komplette Wohnung für die Zwerge entstanden. Hier gibt es eine Küche mit Esszimmer, ein Tobezimmer, Bad, Garten und einen Ruheraum für die Kleinen.
So ist die Betreuungszeit an fünf Tagen von 7.30 Uhr – 15.00 Uhr gedeckt.

Warum betreuen wir Zwerge im Wald ?

Im Wald gibt es keine der sonst üblichen Reizüberflutungen, denen ein Großteil der Kinder von Geburt an ausgesetzt ist.
Der Zwerg findet hier Naturmaterial, Raum und Zeit, um phantasievoll die Welt zu entdecken.
Die Ruhe des Waldes überträgt sich schnell auf das Kind. So ist es ausgeglichener, entspannter und konzentrierter.
Bei uns im Wald gibt es bewußt kaum vorgeformtes Spielmaterial. So lernen die Zwerge automatisch, ihre ureigene Kreativität zu nutzen und miteinander zu interagieren und kommunizieren.
So werden Umgangsformen und Sprachschatz trainiert. Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder kann bei uns ungehindert ausgelebt werden.
Ganz nebenbei werden hier Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit gefördert .
Wer über dies alles verfügt, besitzt automatisch mehr Selbstvertrauen, Selbstbewußtsein, Sicherheit, Selbstwert sowie emotionale Stabilität. Die Kinder erlernen bei uns den respektvollen Umgang mit Flora und Fauna.
Nachweislich gibt es in Waldkitas und ähnlichen Einrichtungen weniger Streßmomente, Streitereien und aggressionsgeladene Situationen.
Das Immunsystem wird durch den Aufenthalt im Freien gestärkt .

Wie ist unser Tagesablauf im Wald ?


Wir treffen uns morgens um 8.30 Uhr gemeinsam am Waldrand.
Dort verabschieden die Zwerge ihre Eltern und starten mit uns zum Frühstück in den Wald.
Nach der Stärkung am großen Outdoorzwergentisch gilt es für die acht Kinder den Wald zu entdecken.
Hier spielt der Faktor Zeit eine große Rolle. Sie gibt es im Überfluß.
Das Wort Entschleunigung passt sehr gut, wie uns immer wieder Eltern während der Eingewöhnungszeit widerspiegeln. Gegen 11.30 Uhr findet unsere Abschlußrunde statt.
Die Zwerge werden im Anschluß von ihren Eltern abgeholt. Die Kinder, die länger bleiben, fahren jeweils mit uns nach Hause.
Hier gibt es Mittagessen und eine Mittagspause. Dann endet dieser Waldzwergentag auch hier.
Bei Dauerregen und kalten Temperaturen können wir unsere urige Waldhütte mit Kaminofen nutzen.
Falls es gewittert oder stürmt, ist der Wald natürlich tabu. Dann kommen alle nach Wettesingen in die Zwergenwohnung bei Katja.
Es ist immer wieder beeindruckend, wie schnell sich die neuen Zwerge in der gut überblickbaren Kleingruppe einleben, ihren ganz eigenen Platz finden und sich sicher fühlen.

Wie gestalten wir die Eingewöhnung ?

Der neue Zwerg wird in den ersten Tagen von einem Elternteil begleitet. Im Laufe der nächsten Tage findet sich Zeit, die anderen Kinder, den Wald und uns kennen zu lernen.
Nach und nach zieht sich Mama / Papa zurück. Hat der neue Zwerg uns ( bzw. eine von uns ) als neue Bezugsperson anerkannt, ist dies der Moment für die Eltern, ihr Kind uns für diese Zeit ganz anzuvertrauen. Dieser wichtige Prozeß dauert meist zwei Wochen.
Doch so unterschiedlich jedes Kind ist, so kann auch die Eingewöhnungszeit variieren.

Wie sieht es mit Elternarbeit aus ?

Uns Tagesmüttern ist ein vertrauensvoller, respektvoller Umgang mit den Eltern sehr wichtig.
Schließlich geben sie ihr Wertvollstes in unsere Hände.
Der Austausch mit den Eltern findet täglich in "Kurzform" statt.
So erfahren wir alles Relevante für die Zeit im Wald.
Ebenso bekommen die Eltern einen kurzen Abriss des Waldtages ihrer Kinder. Bei Bedarf stehen wir nach Absprache für intensivere Gespräche zur Verfügung

2Kind
Gummistiefel

Was braucht ein Waldzwerg ?


- gutsitzenden Rucksack mit Brustgurt
- wetterangepasste Kleidung
- leicht zu öffnende Brotdose und Trinkflasche
- Gesundes Waldfrühstück: Brot, Gemüse und Obst, ungesüßtes Getränk (am besten Wasser)


Was kostet der Betreuungsplatz ?

Wir nehmen einen Stundenlohn von 5 €.
Hierbei haben die Eltern je nach Wohnort und zuständigem Landkreis die Möglichkeit, Zuschüsse für die Kindertagespflege zu beantragen.
Dazu erkundigen Sie sich bitte persönlich bei uns oder dem jeweiligen Landkreis direkt.

Kind
Kind im Wald

Wer betreut die Waldzwerge ?

Katja Schneider


Ich bin seit 2009 als Tagesmutter im Wald zu finden und genieße dort jeden Tag aufs Neue. 1975 kam ich auf diese Welt gepurzelt und wohne nun bereits mein halbes Leben mit meiner Familie in Breuna – Wettesingen.
Meine drei Kinder befinden sich altersmäßig zwischen Grundschulkind und junger erwachsenen Tochter.
Ebenso bin ich schon Oma eines kleinen Enkelsohns.
In Darmstadt habe ich eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester absolviert. In Kassel arbeitete ich lange Jahre als Assistenzkraft für Frauen, die körperbehindert sind.
Nach der Geburt meiner zweiten Tochter, suchte ich eine berufliche Alternative. Ich suchte etwas, das mit eigenen Kindern gut lebbar ist. So wurde ich 2006 Tagesmutter.

Anfangs betreute ich ausschließlich zu Hause und mittlerweile mit meinem neugeborenen Sohn.
Hier kamen viele Altersstufen zusammen : vom Baby über Kindergartenkind bis zum Grundschüler.Es war rückblickend eine schöne Zeit. (auch wenn es an manchen Tagen abends nach dem Blick durchs Haus den Charakter eines gelungenen Kindergeburtstages hatte).

Während eines solchen Blickes kontaktierte mich Diana Weiffen als Gründerin der Waldzwerge.
Sie fragte, ob ich mit einsteigen wolle.
Und wie ich wollte...

Hütte im Herbst
Katja

Sonja Fischer


Ich bin Sonja Fischer, 1989 geboren und wohne in Scherfede.Im Juli 2009 hatte ich meine Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossen. Nach dem Anerkennungsjahr arbeitete ich als Integrationskraft in einer Grundschule, im Kindergarten und bis heute in einem Wohn- und Therapiezentrum für Menschen mit Prager Willi Syndrom und Autismus. Seit August 2010 arbeite ich freiberuflich selbständig als Reittherapeutin, ebenfalls in Scherfede. Wie viele andere Eltern haben wir für unseren Sohn (geboren Mai 2016) leider keinen Kindergartenplatz bekommen.
Daraufhin habe ich mich endschieden, selbst Tagesmutter zu werden. Meine Erzieherausbildung und das reittherapeutische Arbeiten mit Kindern sind hierfür gute Voraussetzungen. Ich helfe seit Februar 2018 als Urlaubs- und Krankenvertretung bei den „Waldzwergen“ in Wettesingen aus. Seit August 2018 arbeite ich dort an 2 Vormittagen als Tagesmutter und von montags bis freitags betreue ich Kinder bei mir zuhause.

Blumenwiese
Sonja Fischer

Meike Meißner


Hallo, mein Name ist Meike Meißner, geboren 25.10.1974.
Seit Sommer 2014 bin ich Mutter einer kleinen Tochter.
Nach meinem Abitur habe ich zunächst eine Ausbildung als Ergotherapeutin absolviert und anschließend in einer Praxis größtenteils im Bereich Pädiatrie (Kinder) gearbeitet.
2001 habe ich in Bonn ein Biologiestudium begonnen und 2007 mit dem Diplom abgeschlossen. Im Herbst 2015 habe ich mit der Ausbildung zur Tagesmutter angefangen und bin seit März 2016 vom Jugendamt anerkannte Tagesmutter. Die ersten 2 Jahre habe ich Kinder bei mir zu Hause betreut.
Seit August 2018 bin ich als Tagesmutter mit bei den Waldzwergen in Wettesingen.
An manchen Tagen kommt mein Hund Finchen mit in den Wald. Sie ist absolut ruhig und vorsichtig und hat die Überprüfung vom Jugendamt Landkreis Kassel mit Bravour bestanden.

Meike Meißner
Baum